Presse - DER AUGENOPTIKER : Zigarettenfilter als Basis für neue Brillenkollektion


Funk bringt Celion in die Branche: Schier unglaublich, dass man daraus Brillen herstellen kann.
Zigarettenfilter als Basis für neue Brillenkollektion
Die bayerische Brillen- und Azetatmanufaktur von Funk revolutioniert das Recycling: Aus eigenen Produktionsresten und recycelten Zigarettenfiltern entstehen neue, hochwertige Brillen.
Was haben Azetatspäne aus der Werkstatt und weggeworfene Zigarettenfilter gemeinsam? ... für die meisten sind sie Müll. Besonders die Zigarettenfilter nerven nicht selten, weil Raucherinnen und Raucher sie gedanken- und rücksichtslos irgendwo hinwerfen.
Für die Brillenmanufaktur FUNK sind Zigarettenfilter der Rohstoff der Zukunft. Unter dem Dachnamen „THE FUNK PHOENIX PROJECT" bündelt das Traditionsunternehmen ab sofort seine wegweisenden Recycling-Aktivitäten. Das Ziel: Eine echte Kreislaufwirtschaft, in der Ressourcen nicht verschwendet, sondern wie der mythische Vogel Phoenix zu neuem Leben erweckt werden.
Zwei Säulen - eine Vision
Das Projekt basiert auf zwei starken Säulen, die in der hauseigenen Manufaktur in Kinsau zusammenlaufen:
Der interne Kreislauf: In der Brillenproduktion fallen täglich Azetatspäne und -stücke an. Statt diese zu entsorgen, sammelt Funk diese Reste konse-quent, schreddert und verpresst sie in einem Ther-mokompressionsverfahren vor Ort zu neuen Azetat-platten. Aus dem eigenen „Abfall" entsteht so direktes neues Material für die Brillenkollektion. Das Be-sondere: Auch Reste, die aus diesen Recyclingplatten entstehen, können erneut dem Prozess zugeführt werden - wieder und wieder und wieder. Ein wahrer unendlicher Kreislauf.
Die globale Innovation: In Kooperation mit dem Startup Celion (IMEKO) aus Chile geht Funk ein weltweites Umweltproblem an: Zigarettenkippen. Die chemische Logik dahinter ist bestechend, denn Filter bestehen ursprünglich aus Celluloseazetat - unter anderem dem traditionelle Basisrohstoff für Brillen.
Celion hat ein eigenes Sammelsystem in Chile etabliert und nutzt eine innovative Technologie, um die Filter zu reinigen. Der Prozess ist extrem res-sourcenschonend, verbraucht kaum Wasser und ga-rantiert, dass alle Schadstoffe fachgerecht abgetrennt und entsorgt werden. Das resultierende Granulat ist zertifiziert frei von jeglichen Rückständen.
In der Funk-Manufaktur in Bayern wird dieses reine Recycling-Material dann zu Azetatplatten weiterverarbeitet und daraus entstehen wiederum wunderschöne Brillenmodelle.
Warum Chile? Ein Bekenntnis zu Innovation und Zukunft.
Natürlich stellt sich die Frage nach dem Transport-weg. Für Funk ist dies jedoch eine bewusste Investition in die Zukunft: IMEKO/Celion ist ein junges Start-up, das jetzt mutige Industriepartner braucht, um zu überleben und seine Technologie zu skalieren. Ohne Abnehmer würde diese bahnbrechende Lösung vom Markt verschwinden oder in die Abhängigkeit von Großkonzernen geraten. Funk unterstützt Celion von Anfang an, um die Technologie zu etablieren.
Die gemeinsame Vision ist klar: Das Verfahren heute erfolgreich machen, um mittelfristig die Produktion und Sammlung auch nach Europa zu holen - denn den „Rohstoff" gibt es auch vor unserer Haustür genug.
Exklusive Bühne für die Innovation
Damit die revolutionäre Geschichte des Zigaretten-Recyclings nicht im Sortiment untergeht, hat sich Funk entschieden, dass es innerhalb der etablierten Funk/Schuster-Kollektion exklusive Modelle geben soll, die rein aus dem Celion-Material gefertigt sind „Wir wollten dieses besondere Material nicht einfach in der Kollektion verstecken", erklärt Dieter Funk, Gründer und Brillenmacher.
„Die neuen Modelle sind so designt, dass sie die einzigartige Geschichte des Materials in den Vordergrund stellen. Wer diese Brille trägt, trägt ein Statement für Umweltschutz und Handwerk." Auf der opti in München wurden diese Brillen erstmals präsentiert.
Über Funk
Funk ist eine der letzten echten Brillenmanufaktu-ren Deutschlands. Seit der Gründung 1992 steht das Unternehmen für handwerkliche Perfektion, extravagantes Design und eine transparente Produktion.
Am Standort Kinsau entstehen Brillen, die mehr sind als Sehhilfen - sie sind Ausdruck von Persönlichkeit und Haltung. Mit dem neuen Projekt unterstreicht das Unternehmen seine Rolle als Vorreiter für nachhaltige Innovationen in der Optikbranche.
