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Echt Bayern - Der Brillenbabo

 

TEXT - CAROLIN NUSCHELER

Als er nach der fünften Nacht im Englischen Garten erwachte, packte es ihn. Und Dieter Funk gründete Funk. Heute dekoriert der Designer Gesichter in aller Welt. Seine Brillen: 100 Prozent hand-made in Kinsau, Bavaria

Der kleine, runde Mann blickt prüfend in das Kundengesicht. „Nicht schlecht." Er legt den Kopf schief, fährt sich durch den üppigen Bart. „Aber nicht optimal." Er eilt zum übernächsten Regal, auf Zehenspitzen pflückt er ein mattgraues Gestell vom obersten Fach. Es sitzt perfekt.

Dieter Funk ist aber nicht einfach nur Optiker mit extragutem Auge. Vor 25 Jahren stürzte er sich in ein Abenteuer. Während andere Designer ihre Entwürfe nach China schickten, faselte Funk etwas von einer eigenen Manufaktur. In Oberbayern. Kenner schüttelten die Köpfe. Heute blicken sie verdutzt nach Kinsau, einem Dorf bei Landsberg. In einem alten Bauernhaus mit grünen Läden und einer Sonnenbank vor der Türe entwirft und fertigt Funk ultrahippe Brillen, die in alle Kontinente und bis nach Hollywood verkauft werden.

„Das ist unser neuester Shit." Funk greift nach einem Gestell mit seltsamem Muster. „Herbstlaub. Aus dem Garten." Nach etlichen Versuchen gelang es, die Blätter zu laminieren. Die zarten, blutroten Adern durchziehen die durchsichtige Fassung. Das ist Sashee eingefallen, seiner Frau. Alexandra Funk-Schuster hat ihre eigene Kollektion. Andere Gestelle sind mit Teufelszwirn aus dem Nachbardorf, Hopfenblüten aus der Holledau, Rosenblättern, Rabenfedern - selbst gesammelt. „Gerade experimentiert sie mit Pusteblume und Kaffeesatz." Funk stapft ein paar abgetretene Stufen hinauf. Im ersten Stock ist sein Arbeitsplatz, die Fertigung, das Herz von Funk Optik. In der engen Halle entstehen bis zu 1700 Brillen pro Monat. Maschinen teilen den Raum in drei Gänge, überall wurschteln Mitarbeiter.

Sie sind gelernte Augenoptiker, Zahntechniker, sogar ein Lkw-Mechaniker ist dabei. „Der hat erwähnt, dass er hobbymäßig Modelle baut. Das heißt, er ist geduldig und arbeitet präzise. Genau der Richtige also." Wenn die Maschinen verstummen, ist Reggae-Musik zu hören.

Gelernte Brillenmacher gibt es kaum mehr. In der Bundesrepublik arbeiten noch etwa neun Hersteller, sagt Funk. „In Bayern müssten es noch drei sein." Produktion passiert heute im Ausland. Anfangs hatte auch Funk von den Maschinen keine Ahnung. Er setzte sich einfach davor, probierte, beobachtete, sah zu, dass er keinen Finger verlor. „Hat geklappt." Grinsend fuchtelt er mit beiden Händen à fünf Glieder durch die Luft.

Heute ist Funk Profi. Auch dank der Hilfe von ein paar über 80-jährigen Brillenmachern im Ruhestand, die Funk aufspürte. Heute schreibt der 50-Jährige Programmierungen, schraubt sogar neue Maschinen zusammen.

„Wenn du mir vor zehn Jahren gesagt hättest, ich kann mal CNC fräsen, hätte ich gesagt: Hör auf zu saufen." In der Funk'schen Manufaktur läuft es ganz einfach:

Der eine Quereinsteiger lernt den nächsten an, gemeinsam optimiert man Abläufe. Eine Meister-Lehrling-Hierarchie gibt es nicht, die Stimmung ist familiär. Da stehen Burschen an den Maschinen, junge Frauen bedienen im Laden, Mütter übernehmen die Endkontrolle. Funk saugt an seiner Zigarette. Er schlendert über die Terrasse, eine Hand in der Hosentasche, und bläst den Qualm in die kalte Abendluft. Der Weg bis hier war kurvig.

Nach der Lehre in Kaulbeuren haute er ab

Kaufering, Anfang der 1980er-Jahre: Eigentlich will Funk Koch werden, als er die Fachoberschule schmeißt. Eine Lehrstelle in der Küche eines Top-Hotels ist ihm sicher.

Doch das mitzubringende Messerset kostet 1000 Mark.

Zu viel. Also biegt Funk in den Ersatzweg. Vielleicht muss er dann endlich kein Kassengestell mehr auf der Nase tragen. Er lernt bei einem verkrampften Optiker-Meister in Kaufbeuren. Hinten in der Werkstatt baut er seine erste Brille. Aus vier Kugelschreibern. Die selbst gelötete Fassung trägt er mit Stolz. Sie ist der Anfang.

Mit 19 haut Funk ab. Nicht weit. Nur bis nach München. Es reicht, um frei zu sein. Er betritt den innovativsten Optikerladen der Stadt, Hartogs in der Leopoldstraße, und will einen Job. Er kriegt ihn. Nebenbei arbeitet er als DJ. Eines Tages soll Funk für den Chef auf der Brillenmesse in New York einkaufen. Er kann dort ein Label überreden, ihm den gesamten Europa-Vertrieb der Modelle zu überlassen. Ein Erfolg. Funk verprasst seinen Lohn noch am selben Abend im Club.

Als Hartogs seinen Laden verkauft, gründen Funk und zwei Kollegen das Freudenhaus. Auf drei Etagen bieten die Spezin in der Münchner Dietlindenstraße ein ansprechendes Duo an: Bier und Brillen. Bald aber wird Funk der Laden, die Kundschaft zu schnöselig.

Er geht. Daheim betritt er eine leere Wohnung, seine Freundin ist weg. Auch er muss sofort ausziehen. Die folgenden Nächte schläft Funk im Englischen Garten.

„Servus. Schönes Wochenende." Ein junger Mann aus der Fertigung lugt um die Ecke. Er fährt heim. Auch Funk macht Feierabend. Mit einer Flasche Augustiner in der Hand, lässt er sich auf die Bank in der bunten Mitarbeiterküche fallen. Er schleudert die grünen und lila Kissen zur Seite. ,Keine Firma, keine Wohnung. Da war ich 25." Er schiebt die schwarz umrandete Brille den breiten Nasenrücken hinauf. „Zum Glück war Sommer." Funk feiert die Nächte durch, frühmorgens stolpert er zu seinem Platz am Bach, in dem er sich später wieder frisch macht. Nach ein paar Tagen schreckt er hoch. Hier will er nicht enden. Nicht wie die verlorenen Männer, mit denen er sich Nacht für Nacht den Park teilt. Er packt seine Decken zusammen, nimmt sich eine Wohnung und gründet Funk. Es ist der 15. Juli 1992.

Anfangs will keiner diese abgedrehten Brillen kaufen

Erst mal muss Funk aber die Füße stillhalten. Die Ausschlussklausel im Vertrag mit den Freudenhaus-Spezin besagt, dass er ein Jahr lang keine Brillen verkaufen oder vermarkten darf. Also entwirft er Etuis. Er nennt sich „Funk in case". Nebenbei skizziert er Brillen, jobbt bei der Telekom, bringt als DJ „D. Funk" die Münchner Clubgäste ins Schwitzen. Später arbeitet er für Fielmann.

Am letzten Arbeitstag vor Ablauf des leidigen Sperrjahres klingelt dort das Telefon.

„Ich hab' sofort gedacht: Wow, geile Stimme." Funk blickt grinsend zu seiner Frau, die vom Büro herübergekommen ist. Sie lächelt sanft. Die blonden Strähnen hängen über ihre Schultern. „Ich wollte wissen, wann meine Brille fertig ist", erklärt die 47-Jährige. „Ich hab' mir sofort die Kundenkarte abgeschrieben", sagt er.

Acht Wochen später sind sie ein Paar.

Zunächst vertreiben die beiden diverse Brillenmarken. Dann entwerfen sie ihre erste eigene Kollektion.

Funk Sunglasses. Verrückte Formen, wilde Muster, grelle Farben. Alles nebenbei. Schuster arbeitet eigentlich für eine Werbeagentur, Funk für Calvin Klein. Als er sich auf einer Messe mehr um seinen Stand als um den seines Arbeitgebers bemüht, wird er gefeuert. Zum Glück. Ab sofort konzentriert sich Funk auf seine Firma. Auch Sashee kündigt. Doch die Optiker wollen die abgedrehten Modelle nicht, die das Paar teuer in Italien herstellen lässt. Das Lager ist voll, der Geldbeutel leer.

Eine Modemesse in London ist letzte Hoffnung. Nach stillen Stunden stöckeln drei Japanerinnen daher. Sie bestellen tausende Brillen, Funk notiert mit zitternden Händen. Bald exportiert Funk nach New York, London und Berlin. Als Lenny Kravitz bei einem Fernsehinterview eine seiner Brillen trägt, weiß Funk: Jetzt läuft's.

Weltstars aus Musik und Film tragen Funk auf der Nase

Bald entwirft das Paar auch Sportbrillen, dann hochwertige Sehbrillen. Hergestellt werden die Modelle in Italien und Asien, ein Lager befindet sich in der Münchner Augustenstraße, ein anderes inklusive Schlafecke in der Georgenstraße. Funk eröffnet einen eigenen Laden am Nikolaiplatz, während bereits zig Optiker und Boutiquen im In- und Ausland seine Brillen anbieten.

Nebenbei wird „D. Funk" nach Bangkok, London, in die Schweiz, nach Frankreich geflogen, um in den Clubs Gas zu geben, bis alle ausrasten. Funk hat Geld, Ruhm, Freundin. Doch sein Traum ist nicht ausgeträumt.

Im Internet stößt das Paar auf den alten Hof hinterm Schlosswirt, mitten in Kinsau. Nachdem die zwei eine Nacht in Schlafsäcken auf dem Boden verbringen, sind sie verliebt. In das Haus, in die Stille. Als Funk bald im schwarzen Mantel, mit weiß gefärbtem Haar und dicker Sonnenbrille in einem Pick-up vorfährt, strampelt der Nachbarsbub vor Angst auf dem Radl davon. Mittlerweile sitzt Funk für die Kinsauer Liste im Gemeinderat.

Die Manufaktur in der oberbayerischen Provinz floriert, genauso die Läden in München und Berlin, ganz zu schweigen vom Vertrieb in die Welt. Funk dekoriert Gesichter auf allen Kontinenten. Nena, Xavier Naidoo, Slayer, the Prodigy sind Stammkunden. Bei der Oscar-verleihung trägt Regisseur Steve McQueen eine Funk-Brille, als er die Trophäe für „12 Years a Slave" annimmt.

Als DJ hat Funk vor ein paar Jahren aufgehört. Es reicht.

Gerade werden Kartons gepackt. Die Firma samt Laden zieht in die große, gläserne Manufaktur am Ortseingang. Hier am Hof ist es schon lange zu eng. Am neuen Standort sollen Kunden auf einer Galerie zusehen können, wie die Fassungen entstehen. Der Brillenmacher erhofft sich Aufmerksamkeit für das nahezu tote Handwerk, mehr Sinn für Qualität, mehr Mode auf der Nase. 

Gestelle, die nicht zum Gesicht passen, machen Funk nervös. „Entschuldigung, Sie haben da eine Brille, die Ihr Gesicht teilt", sagt er dann zu dem Mann im Zug mit klobiger, schwarzer Brille. „Eine Brille ist nicht nur eine Sehhilfe. Man kann sich durch sie verwandeln." Funk-Fans vermuten die Firma oft im hippen Berlin. „Ich liebe die Stadt", sagt Funk. „Aber nach einer Woche muss ich raus." Schon als Bub fragt er den Papa im Vorbeifahren, warum sie nicht hier, weiter im Süden wohnen, erzählt er und federt lachend auf der Eckbank.

Die Küche ist Komfortzone. Und Kreativzentrum. „Hier haben wir viele Ideen", sagt Schuster. Nicht am Schreibtisch. Sondern hier. Bei Bier, Zigaretten und Musik. „Oft haben wir einen Run. 

Dann geht es Pingpong, bäng-bäng", sagt Funk. Ein Jahr später sitzt die Idee dann auf Nasen in München, Japan und Hollywood.

 

So entsteht eine Funk Brille

Rohmaterial ist Acetat. Es besteht bis zu 80 Prozent aus Baumwolle, ist geschmeidig und angenehm auf der Haut. „Ein saugeiles Material", sagt Funk. „Leicht und umweltfreundlich zu verarbeiten." Er kriegt es beim letzten europäischen Hersteller in Italien, außerdem kauft er alte Bestände auf. Letzteres ist wie Weihnachten. Denn Acetat wird mit jedem Jahr besser.

„Wie Holz und Wein", sagt Funk. Er hat Platten, die sind 24 Jahre alt, der Ergebnis ist top.

Zunächst wird das farbige Acetat zugeschnitten, dann in eine Maschine gespannt. Die fräst Löcher für die Gläser, die nächste übernimmt die Außenform sowie Scharnierbetten. Nebenan schießt derweil ein Metallkern ins erwärmte Acetat, danach macht die Fräse einen Brillenbügel daraus.

Front und Bügel tanzen nun stundenlang in sogenannten Trommelpolieranlagen. In den einzelnen Kammern, gefüllt mit Holzplättchen und Paste, werden Kanten rund, Oberflächen glatt. Das dauert Tage, die Maschinen laufen durch.

Kontrolle und Feinschliff gibt's per Hand. Dann wird die Hochzeit vollzogen. Das heißt: Die Bügel werden per Scharniere an die Front genietet. Bis vor Kurzem per Hand, mittlerweile per Maschine. Eine Brille hat acht Nieten, das dauert sonst zu lange.

Jetzt geht es an die Ausrichtung der Brille, an Biegung und Prägung. Außerdem kriegt die Brille Fensterglas, damit sie sich im sonnigen Schaufenster nicht verbiegt. Es folgt ein Bad in der Ultraschallmaschine zur Säuberung. Fertig. Geschliffene Gläser gibt's bei Bedarf unten in der optischen Werkstatt.

160 Schritte sind je Brille nötig. Pro Modell stellt Funk mindestens 200 Stück her, sonst lohnt sich das Programmieren nicht. Von der Skizze bis zur Brille vergehen Monate, manchmal ein Jahr.

Abänderungen am Design bedeuten, man fängt bei Null an. Kosten pro Brille: 130 bis 600 Euro.

July 07, 2017
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