Brillen aus Zigarettenkippen: Bitte schickt uns keine Aschenbecher nach Kinsau❗️
Seit den jüngsten Medien- und Radioberichten über unsere zirkulären Brillenprojekte steht unser Postfach nicht mehr still. Uns erreichen täglich unzählige Nachrichten von engagierten Menschen, Gemeinden und Initiativen, die aktiv Zigarettenkippen sammeln möchten.
Eure Begeisterung für saubere Städte und echten Umweltschutz ist absolut überwältigend!
Gleichzeitig hat die mediale Kurzfassung zu einem kleinen, aber für uns sehr greifbaren Missverständnis geführt: Viele fragen, ob sie ihre gesammelten Kippen direkt zu uns in die Manufaktur schicken können oder ob wir Sammelbehälter aufstellen.
Hier möchten wir kurz für Klarheit sorgen und euch mit hinter die Kulissen unseres Handwerks und der echten Kreislaufwirtschaft nehmen:
>>> Keine Kippen-Annahme in Kinsau
Wir waschen, lagern oder verarbeiten in unserer Gläsernen Manufaktur keine gebrauchten Zigarettenstummel und stellen keine kommunalen Sammeltonnen bereit.
Die Cleantech-Pioniere hinter dem Material
Die eigentliche chemische Meisterleistung findet bei unseren Partnern statt: Das chilenische Cleantech-Startup IMEKO hat ein weltweit einzigartiges, nahezu wasserfreies Verfahren entwickelt. Sie entgiften gebrauchte Filter restlos von allen Schadstoffen und gewinnen daraus das laborgeprüfte, schadstofffreie Celluloseacetat-Granulat Celion®.
Kein Müll-Export & Zukunft in Europa
Gebrauchte Zigarettenkippen gelten als toxischer Abfall und dürfen rechtlich keinesfalls um den halben Globus verschifft werden. IMEKO plant deshalb langfristig den Aufbau einer eigenen Recyclinganlage in Europa. Wie bei jeder industriellen Innovation erfordert dieser Weg jedoch Zeit, behördliche Umweltgenehmigungen und solide Investitionsstrukturen.
Unser Handwerk beginnt beim reinen Rohstoff
Als unabhängige Manufaktur unterstützen wir IMEKO aus voller Überzeugung als Pionier-Partner. Unser Teil der Arbeit beginnt erst bei dem fertig zertifizierten Rohstoff: Wir beziehen das saubere Granulat und pressen daraus in Kinsau mittels Thermokompression unsere eigenen Acetatplatten – die eigentliche Basis und das klassische Herzstück jeder Brille.
Wir lieben dieses Material, denn man verarbeitet es ähnlich wie Holz:
Zunächst fräsen wir präzise die Einzelteile wie Mittelteile und Bügel heraus. Danach folgt die vierstufige Trommelpolitur, die allein rund eine Woche dauert, bevor jede Fassung noch einmal von Hand auf Hochglanz poliert wird. Anschließend werden die Scharniere traditionell vernietet und es kommt zur „Hochzeit“ – dem perfekten Zusammenfügen von Mittelteil und Bügeln. Insgesamt durchläuft eine einzige Fassung rund 180 handwerkliche Einzelschritte, bis sie schließlich ihren Platz beim Optiker findet.

1. Unsere Thermokompressionsmaschine für die Acetatplattenherstellung
2. Eine Brille wird nicht gestanzt - sie wird gefräst!
Unser Headquarter mit FUNK Optik Sehzentrum, Verwaltung, Lager sowie Brillenmanufaktur in Kinsau.
Die Brillenmanufaktur von innen gesehen.
Ihr möchtet in eurer Gemeinde Kippen sammeln?
Für die Aufstellung von Sammelboxen und die fachgerechte Entsorgungslogistik wendet euch bitte an spezialisierte Netzwerke wie beispielsweise TobaCycle (www.tobacycle.de) oder eure lokalen Entsorgungsbetriebe.
Danke für euren großartigen Support für ehrliches Handwerk und zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft!
Herzliche Grüße aus Kinsau,
Dieter Funk, Sashee Schuster & das Team der FUNK Brillen- und Acetat-Manufaktur
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Hallo liebe Redaktionsteams von BR und Antenne Bayern,
wir freuen uns riesig über das enorme Interesse und die Berichte über unsere Brillen aus recycelten Zigarettenfiltern und unsere Manufaktur in Bayern!
Das Engagement der Hörer für saubere Gemeinden ist absolut überwältigend.
Allerdings hat die bisherige Berichterstattung zu einem für uns sehr greifbaren Missverständnis geführt: Uns erreichen täglich unzählige Anfragen von Menschen, die uns gebrauchte Zigarettenkippen nach Kinsau schicken möchten oder Sammelboxen anfragen.
Da gebrauchte Kippen Sondermüll sind, und wir in Kinsau weder Filter waschen oder lagern, möchten wir den eigentlichen Kreislauf kurz klarstellen, falls das Thema bei Ihnen im Programm oder online aufgegriffen wird:
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Keine Kippen-Annahme in Kinsau: Wir sammeln keine Kippen und stellen keine Sammelbehälter zur Verfügung.
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Die Technologie in Chile: Das patentierte, nahezu wasserfreie Recyclingverfahren stammt von dem Cleantech-Startup IMEKO in Chile. Sie entgiften die Filter vollständig und wandeln sie in das schadstofffreie, laborgeprüfte Rohstoff-Granulat Celion® um.
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Kein Müll-Export: Gebrauchte Zigarettenkippen gelten als toxischer Abfall und dürfen rechtlich keinesfalls exportiert werden. IMEKO plant für die Zukunft ein eigenes Verwertungswerk in Europa, was aufgrund behördlicher Genehmigungen und Finanzierungsstrukturen jedoch Zeit benötigt.
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Unser Handwerk in Kinsau: Unser Part beginnt erst beim fertigen, zertifizierten Granulat. In unserer Gläsernen Manufaktur pressen wir daraus im Thermokompressions-Verfahren eigene Acetatplatten und fräsen von Hand die fertigen Brillenfassungen.
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Für Sammelaktionen vor Ort: Wer in der eigenen Gemeinde oder im Verein aktiv sammeln möchte, wendet sich am besten an spezialisierte Entsorgungs- und Sammelnetzwerke wie beispielsweise TobaCycle (tobacycle.de).
Unsere Bitte: Bitte weisen Sie Hörer und Leser darauf hin, keine Kippen nach Kinsau zu schicken.
Für Rückfragen, O-Töne oder ein kurzes Interview stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung!
Herzliche Grüße aus Kinsau,
Dieter Funk, Sashee Schuster & das Team der FUNK Brillen- und Acetat-Manufaktur


